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Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Kläranlage Ammersee


Mit dem Bau der Kläranlage Ammersee wurde 1969 begonnen, nachdem die Verbandsversammlungen der Zweckverbände zur Abwasserbeseitigung Ammersee-West und Ammersee-Ost 1968 den Bau und Betrieb einer gemeinsamen Kläranlage in Eching am Ammersee beschlossen hatten. Die Anteile an der Anlage wurden verteilt auf 52% Zweckverband Ammersee-Ost und 48% Zweckverband Ammersee-West. Im September 1972 wurde die Anlage mit Baukosten von rd. 4,5 Mio DM eingeweiht und in Betreib genommen, wobei das Klärwerk damals auf 60.000 Einwohnergleichwerte ausgelegt war.



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Aufgrund der in den Folgejahren immer mehr verschärften Abwasservorschriften und der stetigen Zunahme der Einwohnerzahlen beschlossen die Verbandsversammlungen der beiden Abwasserzweckverbände im Jahre 1986 die freiwillige Erweiterung der Kläranlage Ammersee auf eine Endausbaustufe von 90.000 Einwohnergleichwerten. Zur sinnvollen Streckung der Kosten und um den laufenden Betrieb gesichert erhalten zu können, musste die Maßnahme in Abschnitten vollzogen werden. Als erster Schritt wurde bis 1988 die sogenannte Schönungsteichanlage realisiert. Als zweiter Bauabschnitt folgte in erster Linie mit den bautechnischen Teilen der größte Komplex der Eweiterung. Neben dem Neubau der kompletten Schnecken- und Rechenanlagen wurde eine neue Tiefenbelebung und der Bau von zwei neuen Faultürmen vollzogen. Dem folgte die Ausstattung mit einer dritten Reinigungsstufe (Phosphatfällung). Mit dem dritten Bauabschnitt erfolgte die technische Ausstattung der Faultürme verbunden mit dem Bau von Eindickern und der Schaffung einer Gasanlage. Eine Feinrechenanlage und Brauchwasseranlage bildete den Abschluss der Erweiterung als vierten Bauabschnitt. An Gesamtkosten mussten für diese Ertüchtigung und Erweiterung der Kläranlage Ammersee rd. 25 Mio Euro aufgewendet werden.

Der heutige Ausbaustandard der Kläranlage bringt Ablaufwerte des Abwassers mit sich, die weit besser liegen, als dies die gesetzlichen Anforderungen verlangen. Die Gewässergüte der Windach und der Amper sowie der nachfolgenden Gewässer ist wesentlich verbessert worden. Die Kläranlage Ammersee wird damit über Jahre hinaus den Bedürfnissen einer modernen Abwasserreinginung voll und ganz gerecht